Lavafenchel


Ghostwar, Teil II


     »Was starkes … nun ja, da hätte ich nur Lavafenchel im Angebot, aber ...«

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     »Hier, ihr Lavafenchel, Ziegenkäse, und Brot von gestern. Noch etwas?«

 

      Der Wirt stellte das Henkel-Glas und den Teller hastig auf den Tisch.

    

     »Nein, danke, vorerst nicht, nur ... eh, Chlodhard, entschuldigen sie, aber da sind Steine in dem Glas.«

    

     »Sonst wäre es Erstens: kein Lavafenchel, und Zweitens: wie sollte wohl sonst die exakt empfohlene Trinktemperatur erhalten bleiben?

     Tse, sie sind wirklich nicht aus der Gegend. Ich sollte ihnen noch sagen, dass die Steine sich magisch auflösen bevor der letzte Schluck

     ihre Lippen berührt. Also vergessen sie das Gefuchtel mit dem Zauberstab, oder am Ende versuchen sie noch mit den Fingern ...«

Gargoyle 'Alfred'


GHostwar, Teil I, II


»Das ist ein Gargoyle, Fräulein Savior. Für gewöhnlich sind diese Wasserspeier aus Stein gefertigt, nun, dieser hier ist aus weißem Marmor.«

 

»Ein Wasserspeier ... Gargoyle ... Was genau ist das für ein Wesen?«

 

»Gargoyles sind eine uralte Rasse, ihre Lebensart ist friedlich, und sie haben den Menschen gegenüber hauptsächlich eine gute Gesinnung.«

Sheliese stutzte als die Professorin das Wort Gesinnung erwähnte.

 

»Sie sollen wichtige Bauten und Menschen vor Dämonen bewahren. Eigentlich sitzen sie auf den Dächern von Schlössern oder Kirchen, aber hier in Ghostwar ist so einiges ungewöhnlich. Normalerweise sind die Körper der Gargoyles tagsüber aus Stein und erwachen nachts zum Leben. Dieser hier jedoch ... Passen sie auf.«

 

Die Wehklagende Windmühle


Ghostwar, Teil I, II


     »Woher weißt du das alles?«

    

     »Steht alles im Magischen Reiseführer. Ach ja, und dann wäre da noch eine besondere Attraktion: Eine alte verlassene Gips-Windmühle, in der es angeblich spuken soll. Die Dorfbewohner nennen sie allerdings 'Die Wehklagende Windmühle'.

     Eine alte Müllerin soll dort mit ihren Kindern, besser gesagt, ihre Geister sollen dort ihr Unwesen treiben. Alle ihre fünf Kinder sind dort angeblich durch ihre Unachtsamkeit, aber unter sehr mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Plagende Schuldgefühle, Trauer, eben die ganzen Umstände binden sie für ewig an die Mühle, so sagt man. Vielleicht aber auch Rachegedanken … Man weiß es nicht genau. Man hört die alte Frau mit ihren Kindern nachts heulen und niemand traut sich deshalb in die Nähe der Gips-Windmühle.

     Einerseits sagt mein wissenschaftlicher Verstand, dass es wahrscheinlich eher die alten Windmühlenblätter sind, die sich hin und wieder in Bewegung setzen, je nachdem wie stark der Wind bläst, aber Tatsache ist, dass Didericus selbst den Spuk-Bericht im Reiseführer dazu verfasst hat. Hier in Ghostwar gibt es ja auch Gespenster, warum also nicht auch in einer Windmühle?«